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sz-online.de - Sächsische Zeitung [online]
Sonderveröffentlichung
03.04.2017

Ruckzuck ein neues Badezimmer

Mit vorgefertigten Bauteilen kann schon in wenigen Stunden ein komplett anderer Look entstehen.

Image №2
Die Badewanne und das Waschbecken von Bette bestehen aus einem Körper aus Stahl und Emaille, sind aber überzogen mit einem gewebten  wasser- und klimaresistentem Stoff   Foto: Karsten Jipp/VDS/Messe Frankfurt/dpa-tmm
Ein Badezimmer lässt sich heute in manchen Fällen schon an einem Tag umbauen. Das zeigte die Sonderschau „Werkstatt Bad“ auf der ISH, der Weltleitmesse für Badezimmer, Heizund Klimatechnik in Frankfurt am Main im März. Hier wurde jeden Tag auf zehn Quadratmetern ein komplettes Badezimmer inklusive Beplankung mit Fliesen aufgebaut. Das gelang mit Hilfe von in der Werkstatt des Installateurs vorgefertigten Bauteilen – ähnlich wie beim Fertigbau. Und so funktioniert es: Das Badezimmer mit Waschund Duschbecken sowie Badewanne und allen notwendigen Infrastrukturen wie Leitungen wird am Computer konstruiert. Darauf basierend lassen sich Paneele vorfertigen und zur Baustelle mitbringen. „Am Computer wird bereits jedes Bohrloch vorgeplant und dann in der Werkstatt auch vorgefertigt“, erläutert Stefan Seitz von der ISH. „Im Grunde muss man vor Ort dann nur noch das Waschbecken einhängen.“ „Unsere Handwerker versprechen, dass man am Ende des ersten Tages zumindest wieder duschen kann“, erklärt Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft. Diese Fertigungstechnik werde bereits von einigen Installateuren angewendet.

Designtechnisch wird der Stil der Siebziger wieder Vorbild, allerdings subtiler und in Akzenten. Insgesamt erwarten die Experten eine Farbpalette aus hellen bis dunklen Grautönen, Cremeweiß und angegrauten Weißtönen, dazu begleitend Rosé-Tönen. Aber auch etwa skandinavisch-inspirierte Paletten aus Weiß, hellem Braun, etwa durch Holz, und blasse Blautöne seien angesagt. Das heißt: Nicht die Keramik ist der Hingucker. Gestaltet wird vor allem über Möbel und Accessoires – die zudem nicht mehr wirken, als seien sie klassische Gegenstände für eine Nasszelle. Sondern die neuen Kollektionen der Hersteller könnten auch im Wohnzimmer Platz finden. Und hierfür kommt dann eben der Stil der Siebziger ins Spiel. dpa-tmn

Bauen Tipps

Überspannungsschutz für Blitzeinschläge einplanen

In Neubauten ist ein Überspannungsschutz für den Fall eines Blitzeinschlags inzwischen Pflicht geworden. Er schützt Elektrogeräte im Haus vor Schäden. Denn nach einem Blitzeinschlag steigt die Spannung auf der ins Haus führenden Stromleitung für kurze Zeit auf mehrere tausend Volt an, erläutert die Initiative Elektro+ in Berlin. Üblich sind sonst nur 230 oder 400 Volt. Der Anstieg der Spannung ist dann zu viel für Elektrogeräte und Kabel im Haus – sie können in der Folge durchbrennen. Die Pflicht im Neubau gilt seit Oktober 2016. Ein Überspannungsschutz lässt sich auch nachrüsten. Ein mehrstufiger Schutz besteht aus einem Blitzstrom-Ableiter, der direkt am elektrischen Hausanschlusskasten oder im Zählerschrank installiert wird. Er leitet hohe Blitzteilströme zur Erde ab. Ein sogenannter Überspannungsableiter reduziert die verbleibende Überspannung im Leitungsnetz. Letzte Stufe ist der Endgeräteschutz. Dafür dienen Steckdosen mit integriertem Überspannungsschutz oder Überspannungsschutzstecker.

Dachziegelformat muss zur Dachneigung passen

Die Ziegel eines Dachs müssen zur Neigung der Dachfläche passen. So hat eine Fläche aus kleinformatigen Ziegeln mehr Fugen als ein Dach mit großen Platten. In den Fugen kann sich Wasser sammeln. Daher sollte ein Dach mit kleinen Ziegeln auch steiler sein, erläutert das RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung im „RAL Ratgeber Dach“. Grundsätzlich empfehlen die Experten bei den Witterungsbedingungen hierzulande eher steile Dächer mit einer Dachneigung bis zu 45 Grad. Das leitet Regen und Schnee sicher ab. Weiterer Vorteil: Der Dachraum ist dadurch so groß, dass er sich auch ausbauen lässt. dpa-tmn