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Sonderveröffentlichung
07.12.2017

Sie sind uns eine Herzensangelegenheit

Rund 100.000-mal pro Tag schlägt Ihr Herz! Damit es dabei nicht aus dem Takt gerät, gibt es das Herzzentrum Dresden. Universitätsklinik. Ein eingespieltes Team aus Experten mit höchstem Know-how und Herz, 7 Tage die Woche, rund um die Uhr, spezialisiert auf Kardiologie, Rhythmologie und Herzchirurgie – und mit einer großen Portion Wärme, Freundlichkeit und Verständnis für die Patienten.

Unser Notfallteam 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr steht unser Team der Notfallambulanz bereit, falls bei Ihnen plötzlich Brustschmerzen auftreten. Unsere erfahrenen Mediziner und Pflegekräfte nehmen Sie in unserem Brustschmerzzentrum auf, untersuchen und diagnostizieren Sie und leiten Sie zur endgültigen Behandlung an die entsprechende Station weiter.

Herzschrittmacher auf Bestellung Unsere Rhythmologie ist auf alle Verfahren kathetergestützer Behandlungen von Herzrhythmusstörungen, der Schrittmacher- und Defibrillator-Therapie sowie die Betreuung von Patienten mit angeborenen elektrischen Erkrankungen spezialisiert. Das Gute ist: Die Eingriffe können per Katheter durchgeführt werden – also kleine Schnitte, aber große Wirkung, wie bei einer Katheter-Ablation. Bei diesem Spezialeingriff am Herzmuskelgewebe werden krankhafte elektrische Erregungsherde verödet und so Herzrhythmusstörungen beseitigt.

Überwachung für Patientensicherheit Jede Person, welche im Herzzentrum Dresden einen Herzschrittmacher oder Defibrillator implantiert bekommt, wird seit einiger Zeit ins Telemedizin-Programm aufgenommen. Darin sind bereits mehr als 1.700 Menschen. Das Herz wird dabei 24 Stunden am Tag elektronisch überwacht. Bei abnormalen Werten, die zum Beispiel auf ein Vorhofflimmern oder Herzrhythmusstörungen hindeuten, werden sofort Ärzte des Herzzentrums informiert, die umgehend mit dem Patienten und dessen behandelnden Arzt besprechen, wie weiter vorzugehen ist.

Neue Herzklappe ohne schwere OP Eine hochgradige Verengung einer Aortenklappe behandeln unsere Spezialisten des Fachbereichs Kardiologie bei Betroffenen über 75 Jahren mittlerweile per Katheter: die neue Herzklappe kann schonend über die Leistenarterie, über die Herzspitze oder über andere Zugangswege implantiert werden. Für den Patienten bedeutet das weniger Risiko und er ist schneller wieder fit. In einer Klappenkonferenz entscheiden Internisten und Chirurgen gemeinsam, welche OP-Methode am sinnvollsten ist.

Bypass für ein neues Leben Sind die Herzkranzgefäße verstopft, hilft Betroffenen meist nur noch eins: eine Bypass-OP am offenen Herzen. Dabei werden die verkalkten Adern überbrückt, sodass das Blut wieder ungehindert strömen kann. Das Team der Herzchirurgie ist auf diese Eingriffe spezialisiert - mit größtmöglicher Patientensicherheit und maximalen Komfort.

Die Reha beginnt schnell Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, sollen Patienten nach einer Herz-OP möglichst schnell aufstehen und sich bewegen. Im Herzzentrum Dresden gibt es dafür eine eigene Physiotherapie, deren Mitarbeiter den Betroffenen auf ihren Weg zurück ins normale Leben helfen. Etwa acht Tage sind die Physiotherapeuten für die Leute da, danach geht es in eine Rehaklinik oder in ein ambulantes Rehazentrum.

Ein paar Punkte statt narbern

„Das hat wirklich was“, sagt Dr. Jürgen Müller und meint damit die schöne Altstadt von Hoyerswerda und das viele Grün der Wald- und Seenlandschaft. Seit dem 1. Oktober ist der neue Chefarzt der Klinik für Viszeral-, Thorax-, Gefäß- und Kinderchirurgie im Dienst.

Die neue Heimat hat es ihm jedenfalls schon angetan. Am Lausitzer Seenland Klinikum wird der Facharzt für Allgemein-, Thorax- und Gefäßchirurgie insbesondere die endovaskuläre Chirurgie ausbauen und um neue Eingriffstechniken erweitern. Zur Erklärung: Unter der endovaskulären Chirurgie werden kathetergestützte Operationstechniken verstanden. Der Begriff endovaskulär bedeutet so viel wie „das Innere eines Blutgefäßes betreffend“. Dr. Müller ergänzt: „Die Eingriffe kommen mit sehr kleinen Zugangswegen aus. Sie sind vor allem für ältere Patienten weniger belastend, und es bleiben kaum Narben zurück.“

Neuer Chefarzt setzt auf schonende OP-Verfahren

Krampfadern – schonende Therapiealternative Ein Beispiel für den Einsatz endovaskulärer Techniken ist die Behandlung von Krampfadern. Um zukünftig Menschen, die unter Krampfadern leiden, eine moderne Behandlungsalternative anbieten zu können, hat die Klinik in ein neues Radiofrequenztherapiegerät investiert. Im Vergleich zum operativen Entfernen der Krampfadern sind dann keine großen Schnitte mehr notwendig.

Vielmehr wird die erkrankte Hauptvene von innen verödet. Zurück bleiben statt Narben nur ein paar Punkte auf den Beinen.

Nebenwirkungsarmes Operieren bei komplexen Gefäßproblemen Neben den endovaskulären Eingriffen steht der weitere Ausbau der sogenannten Hybrid-Operationen auf der Agenda des neuen Chefarztes. Bei diesen Verfahren werden endovaskuläre Techniken mit klassischen OP-Verfahren kombiniert. So können komplexe Gefäßprobleme innerhalb eines Eingriffs behandelt werden.

In den kommenden Jahren haben Dr. Müller und sein Team viel vor am Seenland Klinikum. Darüber hinaus freut er sich aber auch darauf, die Region kennenzulernen: „Ich segle sehr gerne und habe auch schon gesehen, dass es in Hoyerswerda einen Schützenverein gibt. Dort werde ich mal vorbeischauen.“

Dr. med. Jürgen Müller

Klinik für Viszeral-, Thorax-, Gefäß- und Kinderchirurgie
Telefon: 03571 44-3268



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