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Sonderveröffentlichung
12.10.2017

Sternäpfel und Mini-Kiwis

Für jeden Geschmack und für jeden Garten das Passende – die Baumschule Sämann hat alte und neue Obst- sorten im Sortiment.

Sind bestens auf die Obsttage vorbereitet: Carola Jeremias, Thomas Klaus, Martin und Philipp Sämann (v.l.n.r.) von der Baumschule Sämann. Foto: Grit Bührdel-Schmieder
Sind bestens auf die Obsttage vorbereitet: Carola Jeremias, Thomas Klaus, Martin und Philipp Sämann (v.l.n.r.) von der Baumschule Sämann. Foto: Grit Bührdel-Schmieder
Die „Obsttage“ in der Baumschule Sämann in Bautzen sind längst zur guten Tradition geworden. Alljährlich im Oktober, und das nun schon zum 18. Mal, laden Familie Sämann und alle Mitarbeiter auf das Verkaufsgelände am Spittelwiesenweg ein. Ganz bewusst hat man sich dabei für den Herbst entschieden. „Es gibt nur eine Jahreszeit, die alles zu bieten hat, was junge Pflanzen und Gehölze zum Anwachsen brauchen und das ist und bleibt der Herbst“, sagt Senior-Chef Andreas Sämann. „Die nun einsetzenden niedrigen Temperaturen in Verbindung mit viel Feuchtigkeit bilden für Pflanzen wichtige Grundlagen, um gut anwachsen und kräftige Wurzeln ausbilden zu können.“ Wer seinen Garten mit Bäumchen, Sträuchern und Stauden bereichern möchte, sollte also mit der Winterpause etwas warten und stattdessen lieber noch einmal zum Spaten greifen. „Der Fleiß wird mit kräftigem und gesundem Wuchs belohnt“, verspricht der Fachmann. „Im Frühjahr gesetzte Pflanzen haben diesen Vegetationsvorsprung nicht!“

Die Obsttage bieten nicht nur Gelegenheit, entsprechendes Pflanzgut zu finden, sondern sich außerdem mit jeder Menge nützlicher Tipps von Profis einzudecken.

Von Äpfeln und Birnen

Los geht es am Freitag ab 13 Uhr. Am Stand von Roland Lebe vom Bundessortenamt aus Wurzen dreht sich alles um Obstbestimmung. „Wer also nicht weiß, welche Birnen- oder Apfelsorte im Garten heranreift, kann gerne zwei bis drei normal gewachsene Exemplare mitbringen“, informiert Andreas Sämann. Am Sonnabend wird dann Pomologe Ralf Frenzel aus Dresden Obst bestimmen. Außerdem werden altbewährte wie neue Obstsorten vorgestellt. So zum Beispiel der Apfel „Apistar“, eine echte Laune der Natur. „Dieser schmackhafte Apfel hat fünf Kanten und sieht damit aus wie ein Stern, was ihn sehr dekorativ macht. „Apistar“ reifen im Oktober und können sehr gut gelagert werden – zum Beispiel zur Verwendung als Weihnachts-Stern-Apfel“, informiert Martin Sämann. „Der Urahn ,Apistars‘ war bereits zur Römerzeit bekannt und zählt zu den ältesten Sorten der Schweiz. Das weiße Fruchtfleisch ist fest und knackig und besitzt ein angenehmes süß-saures Aroma.“

Die heutigen Gärten sind meist kleiner und machen damit die Entscheidung schwer, sich für die eine oder die andere Obstsorte zu entscheiden. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten sogenannte „Familien-Bäume“, auf die mehrere Sorten veredelt wurden. So kann man zum Beispiel schon im August reifende Klaräpfel genießen und dann im Oktober spät reifende Sorten ernten. In der Baumschule Sämann gibt es Apfelbäume mit jeweils drei verschiedenen Sorten.

Für unbeschwertes, stachelloses Pflückvergnügen stehen jetzt drei neue Himbeersorten zur Verfügung. Das sind die sommertragende „Glen Ample“, die herbsttragende „Autumn Treasure“ und die ebenfalls im Herbst zu erntende, gelbfrüchtige „Autumn Amber“.

Mini-Kiwis haben als leckeres Naschobst längst eine große Anhängerschar gefunden. Die im sächsischen gezüchteten und im bundesweiten Versuch positiv getesteten Sorten Fresh-, Super- und Red-Jumbo zeichnen sich durch ihren traubenartigen, reichen Behang, den hervorragenden Geschmack und durch ihre extreme Winterhärte bis minus 30 Grad Celsius aus. „Wir bieten unseren Kunden die Kiwis auch im Zweier-Trägertopf mit je einer männlichen und weiblichen Pflanze an, denn ohne eine der beiden geht es nicht“, so Philipp Sämann. „Beide Pflanzen müssen auf jeden Fall getrennt voneinander gepflanzt werden.“

Neben dem kompletten Sortiment an Beeren-, Wild-, Kern- und Steinobst hält die Baumschule Sämann ebenso Ziergehölze vom Blütenstrauch bis hin zum Nadelgehölz sowie eine Auswahl an Edelweinen, darunter auch kernlose Sorten, bereit. Das Angebot an schädlings- und pilztolerantem Pflanzgut ist groß. Besonderes Augenmerk gilt dem Thema „Wildobst“. Quitte, Esskastanie, Eberesche, Schlehe, Holunder, Maibeere, Goji Beere und Aronie gehören zum Beispiel zur Familie. „Wir stellen viele von ihnen und das was aus ihnen gemacht werden kann, vor.“ gbs
Info

- Obsttage in der Baumschule Sämann, Spittelwiesenweg 42,02625 Bautzen
- 13. und 14. Oktober 2017, Fr 13-18 Uhr, Sa 9-16 Uhr

Tipps vom Profi

Über Pflanzenschutz und Boden geben bei den Obsttagen Experten Auskunft

Dieter P. Gonze
Dieter P. Gonze
Dem Thema Pflanzenschutz widmet sich bei den Obsttagen der Spezialist Manfred Pötschke für die Firma Neudorf. Expertin Birgit Pichel von der Firma Manna ist kompetente Ansprechpartnerin zum Thema Boden. Wer einen Liter seiner Gartenerde dabei hat, kann diesen analysieren lassen und Informationen zu Düngung, Pflanzung und Pflege bekommen.

Besucher haben Gelegenheit, Nektar, Weine, Senf, Konfitüren, Liköre und vieles mehr zu kosten und zu kaufen. Rezeptvorschläge liegen aus. Obstkuchen in verschiedenen Variationen hält die Bäckerei Jeremias aus Großdubrau bereit. Erntefrische Äpfel und Marmeladen bietet die Firma Stolle aus Schirgiswalde an. Der Erlös der beliebten Gehölztombola kommt dem Kindergarten „Regenbogen“ in Kubschütz zugute. Zum zweiten Mal haben die Baumschulmitarbeiter eine Kürbisausstellung mit Speise- und Zierkürbissen vorbereitet. Eine Kürbissuppe darf da natürlich nicht fehlen! Eine weitere Ausstellung bietet Einblick in die Vielfalt der Kartoffelsorten.

Grit Bührdel-Schmieder