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sz-online.de - Sächsische Zeitung [online]
Sonderveröffentlichung
30.10.2017

Wärme für den Winter

Wer seine Heizung vom Fachmann prüfen lässt, sorgt dafür, dass sie effizient arbeitet. Der Staat bezuschusst verschiedene Sanierungsmaßnahmen.

Bevor es so richtig kalt draußen wird, sollte sich ein Fachmann die Heizung drinnen ansehen. Foto: PR
Bevor es so richtig kalt draußen wird, sollte sich ein Fachmann die Heizung drinnen ansehen. Foto: PR
Gemütlichkeit wird auch aus Wärme gemacht. Das weiß jeder, der schon einmal einen Ausfall der Heizung im Winter erlebt hat. Wer sich jemals mit einer dicken Wolldecke vor den Fernseher hocken musste, wird nie wieder vergessen, sich rechtzeitig vorm Winteranfang um seine Heizungsanlage zu kümmern. Auch alle anderen sollten wissen: Die Überprüfung durch den Schornsteinfeger ersetzt nicht die Wartung durch den Fachbetrieb. Ersterer prüft lediglich die Einhaltung von Grenzwerten. Nur im Rahmen einer Wartung durch den Heizungsfachbetrieb wird die Anlage auf den erreichbaren energieeffizienten Betrieb eingestellt und für den Winter fit gemacht.

Unbedingt sollte man einen Fachmann bestellen, wenn die Heizung Geräusche macht, die Heizflächen nur langsam oder die Räume unterschiedlich warm werden. Auch wer bauliche Maßnahmen zur Energieeinsparung – etwa eine Dämmung der Fassade – vorgenommen, die Heizanlage jedoch nicht angepasst hat, ist gut beraten, sich Hilfe zu holen. Mitunter ändert sich auch die Nutzung der Räume. Wenn etwa aus einem Kinderzimmer das elterliche Schlafzimmer wird, ist der Energiebedarf dafür ein gänzlich anderer als zuvor. Und: Ein unbedingtes Muss für eine Inspektion steht an, wenn die Anlage älter als 15 Jahre ist. „Ein neuer Kessel kann bereits ab Beginn der Heizperiode richtig Energie sparen“, heißt es von Experten der Deutschen Energie-Agentur (dena). „In der Leistungsanpassung im Schwach- und Teillastbereich haben moderne Geräte mit Brennwertnutzung in der Regel einen erheblichen Effizienzvorteil gegenüber den meisten Geräten der Vorgängergeneration.“

Apropos neue Anlage: Bereits seit zwei Jahren muss der Verbrauch von Wärmeerzeugern und Verbundanlagen beim Kauf angegeben werden. „Ein ähnliches Label, wie das bereits bekannte für Haushaltsgeräte Kühlschrank, Waschmaschine und Co., ist auch für Heizungsanlagen verbindlich“, sagen die Fachleute und nennen ein wichtiges Merkmal: „Je weniger Energie für die Erzeugung einer bestimmten Wärmemenge verbraucht wird, desto besser ist die Einstufung.“

Eine weitere vorsorgende Maßnahme betrifft die Kontrolle des Thermostatventils. Nach den Sommermonaten kann es passieren, dass aufgrund von Korrosions-Prozessen im Heizungssystem die Ventile nicht mehr funktionsfähig sind. Hier sollte der Ventileinsatz gewechselt oder das Ventil samt Thermostatfühler komplett ausgetauscht werden.

Übrigens: Im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) fördert das das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Solarthermie- und Biomasseanlagen sowie Wärmepumpen mit einmaligen Zuschüssen. So werden hocheffiziente Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen sowie der hydraulische Abgleich der Heizanlage über ein Förderprogramm zur Heizungsoptimierung bezuschusst. Um gefördert zu werden müssen alte Pumpen durch neue, hocheffiziente ersetzt werden. Antragsteller müssen sich dafür zunächst beim BAFA registrieren und dann die Maßnahmen von Fachhandwerkern durchführen lassen. Anschließend kann die Rechnung eingereicht werden. Bei Bewilligung zahlt der Staat 30 Prozent der Nettokosten für Kauf und Umsetzung. (SZ)

Informationen unter 

www.co2online.de/foerdermittel/bafa-foerderung

Sicher – nicht nur am 29. Oktober

Am 29. Oktober ist der Tag des Einbruchschutzes. Polizei, Innungen und Betriebe informieren an diesem Tag mit vielen Aktionen über Einbruchschutz und geben Sicherheitsempfehlungen. Übrigens: Der Staat fördert den Einbruchschutz über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). (SZ)

Ganz einfach: Vlies für die Wand

Streichen oder tapezieren? Fakt ist: Die Qualität des papiernernen Wandbelages wird immer besser, das Angebot ist so vielfältig wie nie.

„Free Nature”, A.S. Creátion
„Free Nature”, A.S. Creátion
Dennoch scheuen viele Menschen den Arbeitsaufwand des Tapezierens. Das Deutsche Tapeten-Institut (DTI) wollte es genauer wissen und ließ das Marktforschungsinstitut Innofact nachfragen. Anfang Oktober konnten die Ergebnisse präsentiert werden. Und tatsächlich: Obwohl 56 Prozent der Befragten eine Tapete für ihr Zuhause aufgrund der Optik und Haltbarkeit erwägen, scheuen viele den vermeintlich hohen Aufwand. Insbesondere das Entfernen von Raufaser oder alten Tapeten erscheint mühsam. Vor allem junge Mieter geben an, nicht zu tapezieren da sie glauben, Streichen sei einfacher und Tapete müsse beim Auszug wieder entfernt werden.

Dabei sind Mietvertragsklauseln ungültig, die Mietern die Entfernung der Tapeten bei Auszug aus der Wohnung vorschreiben. Übrigens: Wer sich für eine Vliestapete entscheidet, schafft auch das Tapezieren. Sie lässt sich direkt von der Rolle an der eingekleisterten Wand anbringen. Man muss nicht mehr Bahn für Bahn bestreichen und Einweichzeiten beachten.

„Paradiso”, Erisman Fotos: PR
„Paradiso”, Erisman Fotos: PR
Außerdem kann sie in einem Stück trocken von der Wand abgezogen werden, wenn das Muster nicht mehr gefällt. Auch das hat die Umfrage gezeigt: Wie einfach und schnell Tapezieren dank der modernen Materialien heute wirklich ist, wissen die wenigsten. „Das Deutsche Tapeten-Institut wird in der Verbraucherkommunikation den Blick verstärkt auf die einfache Handhabung von Tapeten richten“, sagt Karsten Brandt, Geschäftsführer des Deutschen Tapeten-Instituts, dazu. (SZ)

Mehr Informationen unter


www.tapeten.de