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Sonderveröffentlichung
24.06.2017

Woran man gute häusliche Pflege erkennt

Beratung, Rücksicht auf die Bedürfnisse des Einzelnen und fachliche Kompetenz zeichnen gute Pflegedienste aus.

Kämmen, Waschen, Zähneputzen: Welche Maßnahmen der Pflegedienst übernimmt, wird vertraglich vereinbart. Foto: fotolia
Kämmen, Waschen, Zähneputzen: Welche Maßnahmen der Pflegedienst übernimmt, wird vertraglich vereinbart. Foto: fotolia
So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben – das geht mitunter nur, wenn ambulante Pflegedienste Ältere unterstützen. Dass die Pflegekraft ihren Job gut macht, erkennt man vor allem daran, dass sie Rücksicht nimmt auf die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen. Darauf weist das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) in der Broschüre „Gute Pflege erkennen“ hin. Darin werden auf der Basis von Expertenstandards und Leitlinien sowie anderer wissenschaftlicher Literatur wichtige Aspekte zusammengefasst.

Bei der Körperpflege zum Beispiel sollte die Pflegekraft absprechen, welche Duschgels oder Lotionen verwendet werden. Außerdem sei es wichtig, die Intimsphäre des Pflegebedürftigen zu wahren, indem etwa die Tür geschlossen wird. Eine gute Pflegekraft unterstützt den Menschen zudem darin, mobil zu bleiben – und bespricht, was gemeinsam trainiert werden soll: etwa das Aufstehen oder Umhergehen.

Dass die Pflegenden Desinfektionsmittel, Flüssigseife und Einweghandtücher für sich mitbringen, sollte selbstverständlich sein, ebenso, dass sie sich die Hände vor und nach jeder vereinbarten Pflegemaßnahme, zum Beispiel Körperpflege, Verbandswechsel oder der Medikamentengabe, desinfizieren. Das gelte auch, wenn sie Handschuhe getragen haben.

Kämmen, Waschen, Zähneputzen: Welche Maßnahmen der Pflegedienst übernimmt, wird vertraglich vereinbart. Foto: fotolia
Kämmen, Waschen, Zähneputzen: Welche Maßnahmen der Pflegedienst übernimmt, wird vertraglich vereinbart. Foto: fotolia
Generell spielen für gute Pflegedienste die Beratung bei Pflegefragen und die Zusammenarbeit mit Angehörigen eine wichtige Rolle, heißt es. „Damit unterstützen sie den Pflegebedürftigen und seine Angehörigen dabei, möglichst viel selbst zu tun und besser mit Pflegeproblemen umzugehen. Zudem hilft Beratung bei der Auswahl der Leistungen und bei der Entscheidung, ob Pflegemaßnahmen durchgeführt werden sollen oder nicht. Sie berücksichtigen das Lebensumfeld des Pflegebedürftigen und dessen Gewohnheiten.“ Dies zeige sich zum Beispiel bei der Einsatzplanung. Gute Pflegedienste sind möglichst jederzeit telefonisch erreichbar und können flexibel auf Veränderungen reagieren. Bei Bedarf begleiten sie auch bei der Aufnahme in ein Krankenhaus.

Transparenz ist wichtig

Transparenz ist ebenfalls wichtig: Gute Pflegedienste informieren offen über ihre Grundsätze und Arbeitsweisen sowie die Umfänge, Preise und Grenzen ihrer Angebote. Bei der Auswahl eines Pflegedienstes sollten verschiedene Aspekte beachtet werden: Bietet der Pflegedienst alle Leistungen an, die voraussichtlich benötigt werden, zum Beispiel spezielle Wundbehandlung, Versorgung von Demenzkranken oder Sterbebegleitung?

Bevor ein schriftlicher Pflegevertrag über die vereinbarten Leistungen geschlossen wird, sollte ein Kostenvoranschlag geprüft werden.

Die Grundlagen professioneller Pflege sind in fachlichen Leitlinien und verschiedenen ethischen und rechtlichen Dokumenten festgehalten.

Wer den Eindruck habe, dass seine Bedenken nicht ernst genommen und benannte Probleme nicht abgestellt werden, kann sich an die Pflegekasse beziehungsweise die private Pflegeversicherung wenden. Beschwerden können auch an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) beziehungsweise den Prüfdienst des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. gerichtet werden. Sie prüfen die Qualität der Pflegedienste regulär, aber auch wenn eine Beschwerde eingereicht wird. ih

Weitere Informationen:

www.zqp.de
Checklisten für die Pflegedienstauswahl kann man zum Beispiel von folgenden Webseiten herunterladen:

www.weisse-liste.de/de/pflege/pflegedienst-checkliste/san.aok.de/inhalt/nutzen-sie-die-aok-pflegechecklisten/

So funktioniert ein Hausnotruf

Ein Hausnotruf besteht üblicherweise aus einem Funksender und einem Basisgerät mit einer Freisprecheinrichtung, das an die Telefonbuchse angeschlossen wird. Den Sender trägt der Nutzer am Körper, zum Beispiel als Armband oder mit einer Kordel um den Hals. Durch den Funksender kann von jedem Ort im Haus aus ein Sprechkontakt zur Notrufzentrale aufgenommen werden.

Üblicherweise wird beim Drücken des Knopfes die Zentrale des Hausnotrufanbieters kontaktiert, die sich dann über das Freisprechsystem informiert, was passiert ist. Senioren können in der Zentrale eine Liste mit Ansprechpartnern hinterlegen, die im Notfall kontaktiert werden sollen – und in der Regel auch einen Haustürschlüssel. Die Zentrale informiert je nach Lage die Angehörigen oder den Rettungsdienst – oder schickt einen Mitarbeiter vorbei. Es gibt auch die Möglichkeit, mit dem Anbieter zu vereinbaren, dass sich die Zentrale meldet, wenn der Knopf vom Nutzer zu einer bestimmten Uhrzeit nicht gedrückt wird.

Senioren zahlen generell eine einmalige Anschlussgebühr, die bis zu 50 Euro kosten kann. Es kommen dann noch monatliche Fixkosten hinzu. Sie liegen je nach Anbieter und Zusatzleistungen zwischen etwa 20 und 50 Euro. Unter Umständen zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss. dpa

Infos für pflegende Angehörige

Das Pflegetelefon des Bundesfamilienministeriums berät pflegende Angehörige unter der Rufnummer +49 30 20179131 in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. Es fallen die üblichen Telefonkosten an. Bei Bedarf findet die Beratung vertraulich und anonym statt. (dpa)

Buchtipp: Der neu aufgelegte Ratgeber „Pflege zu Hause organisieren – Was Angehörige wissen müssen“ der Verbraucherzentrale NRW unterstützt Pflegende Schritt für Schritt bei der Organisation ihrer oft ungewohnten Aufgaben. Die Neuauflage berücksichtigt dabei alle Änderungen der Pflegereform 2017 und enthält auch Praxistipps für die eigentliche Pflege. Der Ratgeber hat 216 Seiten und kostet 14,90 Euro. Bestellmöglichkeiten: im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 38 09-555, in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen und im Buchhandel erhältlich. (PM)

www.ratgeber-verbraucherzentrale.de

Beste Pflege inmitten von Sachsen

In netter Gesellschaft älter werden, an einem sicheren Ort zum Wohlfühlen. Wünschen wir uns das nicht alle? Umso schöner, dass es solche Orte gibt – und zwar ganz in der Nähe. Die Pro Seniore Residenz Rödertal, gelegen im idyllischen Großröhrsdorf im Landkreis Bautzen, ist einer von ihnen. Schon von außen lädt das Haus mit seinem großen Garten zum Verweilen ein. Trotz des ländlichen Charmes sind einige Einkaufsmöglichkeiten zu Fuß schnell zu erreichen.

Wer die Residenz betritt, der fühlt sich in der familiären Atmosphäre rundum geborgen. Neben unterschiedlichen Pflegezimmern stehen Bewohnern, die den Alltag selbstständig bewältigen, gemütliche Apartments zur Verfügung. Dort können sie entspannt die Ruhe genießen, ohne sich einsam zu fühlen, ganz nach dem Motto „Frei von Verpflichtungen – dafür mit Hotelkomfort“. Zur Ausstattung der 37 Zwei-Zimmer-Apartments des Betreuten Wohnens zählen unter anderem ein seniorengerechtes Bad, eine Küchenzeile und natürlich ein 24-Stunden-Notrufsystem. Auch Haustiere sind willkommen und können nach Rücksprache einziehen.

Doch was diese Residenz wirklich einzigartig macht, ist die Zeit, die sich die Mitarbeiter für die Bewohner nehmen. „Da zu sein für Menschen und sie gleichzeitig pflegerisch optimal zu versorgen, ist für uns eine echte Herzenssache“, erklärt Residenzleiterin Susann Glücklich.

Neben kompetenter Pflege legt man daher viel Wert auf abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten, die Spaß machen und das Gemeinschaftsgefühl fördern. Von Ausflügen ins sehenswerte Umland – Dresden ist gerade mal eine halbe Autostunde entfernt – über Lesungen bis hin zu gemeinsamen Musikabenden: Langeweile ist hier ein Fremdwort. Apropos Musik: Die gehört zur Residenz Rödertal wie der Zwinger zu Sachsen. Selbst der Hausmeister gibt auf seiner Steirischen Harmonika gern altbekannte Hits zum Besten.

Und da erlebnisreiche Tage bekanntlich hungrig machen, erwarten die Seniorinnen und Senioren im schönen Restaurant täglich wechselnde Gerichte, darunter auch seniorengerechte Hausmannskost. Übrigens zählen Kurzzeit- und Verhinderungspflege ebenfalls zum Leistungsangebot des Hauses in der Radeberger Straße.